“Die Arbeiten der Dortmunder Designer wurden auf den Internationalen Fototagen in Mannheim gezeigt und stießen dort auf so viel Zustimmung, dass die Ausstellung anschließend auf Tour ging. Bis Ende Februar sind die Werke im Goethe-Institut Washington ausgestellt, danach in den Kulturvertretungen in Casablanca und Rabat. Im Juli kehrt die Ausstellung zurück nach Berlin und ist dann in der Kommunalen Fotogalerie Friedrichshain zu sehen.
Die Auseinandersetzung mit nationalen Eigenheiten und Stereotypen, deutscher Geschichte und Gegenwart ist für junge Fotografen und Designer offenbar ein besonders reizvolles Thema. So machten Weimarer Studenten vor drei Jahren eine “Deutschland im Herbst”-Inventur; in Plakaten beschäftigten sie sich mit dem “Land der Dieter und Denker”. Die Berliner Kommunikationsdesignerin Mareike Hölter, 27, unternahm kürzlich eine Fotosafari durchs Europa der Klischees und verwandelte sich selbst in 17 typische Europäerinnen ( “Die Polin haben alle sofort erkannt”). Und an der FH Dortmund starteten Grafikstudenten 2003 das Projekt “Design gegen Rechtsradikalismus”, mit Plakaten und Postkarten zeigten sie Extremisten die rote Karte.
Das neue Dortmunder Projekt hat die Fotografieprofessorin Caroline Dlugos gemeinsam mit ihren Kollegen Cindy Gates, Heiner Schmitz und Jörg Winde betreut. Der fotografischen Umsetzung seien umfangreiche Recherchen vorausgegangen, erzählt sie: “Das Bild muss erst im Kopf entstehen.”"
Quelle: Spiegel.de
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